Neue Wege in der Leukämie-Therapie

Donnerstag, 05. September 2013, 08:43 Uhr

Eine Kombination aus leichter Chemotherapie und spezifisch entwickelten Antikörpern könnte Patienten mit AML künftig helfen.

Krebstherapien nutzen zunehmend das eigene Immunsystem des Patienten. In einem Laborversuch gelang es Forschern der ETH Zürich, der Universität Münster und des Inselspitals, bestimmte nur in Tumoren vorkommende Proteine mit Antikörpern gezielt zu bekämpfen.

Bei einem Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML), der auf gängige Therapie-Optionen inklusive Knochenmark-Transplantation nicht mehr angesprochen hat, führte diese Technik zusammen mit einer niedrig dosierten Chemotherapie nun sogar zu einer spektakulären Rückbildung der Leukämie.

"Dieser Fall beweist das Potential solcher Antikörper in der Therapie von AML-Patienten," sagt Prof. Thomas Pabst von der Medizinischen Onkologie des Inselspitals, welcher die gestern in Science erschienene Studie mitverfasste. "Wir möchten dieses vielversprechende Konzept in Zukunft innerhalb von klinischen Studien – auch am Inselspital – zum Wohl von Patienten mit AML aber auch anderen Tumor-Typen prüfen.“

Mitteilung der ETH Zürich

Artikel in Science

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